Am 11.06.2022 ab 11:00Uhr ist es soweit das Ev. Familienzentrum *FIBS* öffnet seine Türen für alle Interessierten.

An diesem Tag möchten wir (die Kinder, Eltern, Kooperationspartner und das Team) des *FIBS* Ihnen und Euch einen Einblick in unser neustes Projekt „Dorfplatz“ geben.

Hier nun schon mal ein kurzer Einblick , um was es eigentlich geht.

BNE (Bildung nachhaltiger Entwicklung) – Hintergründe und Umsetzung in der Einrichtung FIBS
Die vereinten Nationen verabschiedeten 2005 eine übergreifende globale Nachhaltigkeitsagenda. Die 17 Kernziele dieser Agenda 2030 spiegeln die Vision wieder, eine friedlichere und nachhaltigere Gesellschaft zu gestalten und diese Entwicklung zu stärken und global fest zu verankern. Als Grundbedingung der Agenda wird eine qualitativ hochwertige Bildung für alle Menschen in die Zielsetzung aufgenommen.

Kindertageseinrichtungen sind erste Orte der Bildung außerhalb der Familien. Sie leisten einen wichtigen Beitrag zur frühen Bildung und legen neben dem Elternhaus einen Grundstein für die individuelle Bildungslaufbahn der Kinder und für ein lebenslanges Lernen. Um eine Bildung für nachhaltige Entwicklung in den Kindertageseinrichtungen umzusetzen, bekommen die Kinder im Alter von 0 bis 6 Jahren die Möglichkeit, sich spielerisch mit zukunftsrelevanten Themen und Fragen zu beschäftigen. Den Kindern wird von den zuständigen Fachkräften Raum gegeben, selbst Verantwortung zu übernehmen und ihr unmittelbares Lebensumfeld im Sinne einer nachhaltigen Entwicklung mitzugestalten. Dabei stehen die konkreten Alltagserfahrungen, Bedürfnisse und Interessen der Kinder im Mittelpunkt und bieten primäre Bezugs- und Ansatzpunkte für die Bearbeitung und das Aufgreifen der vielfältigen Themen einer nachhaltigen Entwicklung dar. Morgenkreise, Projektarbeit, Experimentieren, Philosophieren, Freispiel zu den unterschiedlichen Themenblöcken wie Wasser, Ernährung, Energie oder Gerechtigkeit prägen den Alltag in den Einrichtungen und bieten Gelegenheiten, nachhaltige Entwicklung erlebbar zu machen.
Konkret bedeutet dies, das die Fachkräfte alle Kinder darin unterstützen, ihre Bildung selbst in die Hand zu nehmen um ihre hohe frühkindliche Lernbereitschaft und Lernfähigkeit möglichst lange zu erhalten.

Um das Projekt „Dorfplatz“ zu meistern und eine Umsetzung der Nachhaltigkeitsstrategie in Kindertageseinrichtung FIBS zu verankern, arbeiten die Fachkräfte mit einem konsequent sozialräumlichen Blick. Dabei berücksichtigen sie die gesamte Lebensumwelt und -situation der Kinder inklusive der räumlichen Gegebenheiten in Kindertageeinrichtungen und im Wohnumfeld, sowie die Eltern, Familien und Bewohnerinnen und Bewohner der Stadtteile.
In dieser praktischen Umsetzung obliegt die Organisation des Projektes den Mitarbeiter _innen des Familienzentrums FIBS. Das Bildungsbüro des Märkischen Kreises wird durch Antje Wolfgramm vertreten. Die Erstellung einer Konzeption, sowie die fachliche Begleitung in Form von Teamsitzungen und Fachtagen werden von ihr durchgeführt. Die Mitarbeiter _innen der Einrichtung FIBS, vertreten durch die Leitung Karin Haarmann führen während der Projektphase Fachkräfte aus anderen Einrichtungen zu Hospitationszwecken durch die Einrichtung, nehmen an Fortbildungen teil und werden auf der Bildungs- und Integrationskonferenz einen Workshop zu dem Thema Teamarbeit anbieten.
Das Projekt startet am 05.05.2021 und endet mit der Übergabe der erstellten Konzeption auf der Bildungs-und Integrationskonferenz am 18.05.2022.